In Garmisch-Partenkirchen wurde ein Signal gesetzt, das in der
bundesdeutschen Kliniklandschaft bisher einmalig ist: Es wurde entschieden, dass
die endoprothetische Fachabteilung, eine von insgesamt elf des Klinikums,
künftig unter dem Namen "endogap" eigenständig sein soll. Die Begründung
hierfür beruht sowohl auf der starken medizinischen Kompetenz, die durch den
hohen Standard des medizinischen Könnens und einen über 36jährigen
Erfahrungsschatz abgesichert ist - Experten sprechen in diesem Zusammenhang von
der "Garmischer Schule" - als auch in der bereits angekündigten
bundesgesetzlichen Maßnahme, die vorsieht, dass bestimmte endoprothetische
Eingriffe nur noch von Fachkliniken vorgenommen werden dürfen. "Unsere
endoprothetische Fachabteilung, die bisher mit der Abteilung für
Allgemeinchirurgie zusammengefasst war, führt jährlich um die 1.500 Operationen
durch" erklärt Wolfgang Türk, Geschäftsführer des Klinikums
Garmisch-Partenkirchen und der neuen "endogap-Klinik". Das Klinikum hat eine
Kapazität von 500 Betten, wowon bisher fast ein Fünftel für die Patienten aus
dem Bereich der Endoprothetik genutzt wurden. Wolfgang Türk: "Wir können unsere
Klinik mi dem Endoprothetik-Spezialisten-Team unter der medizinischen Leitung
von Dr. Holm Schlemmer deutschlandweit mit Recht zu den Top Ten zählen, wobei
wir in Bayern heute schon Marktführer sind". Das langfristige Ziel der
Neupositionierung ist es nun, im gesamten süddeutschen Raum mit der Marke
endogap-Klinik an die Spitze zu
Quelle: Kreisbote, 9. November 2005
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gelangen und sich auch künftig wettbewerbsfähig aufzustellen. Die
erfolgreiche Therapie ist in Garmisch-Partenkirchen durch das spezifische
Fachwissen und eine täglich ausgeübte Routine begründet. Genauer gesagt: Je mehr
Patienten behandelt werden, desto mehr Sicherheit für jeden einzelnen Fall. Die
Erwartungen hinsichtlich eines höheren Patientenaufkommens sind in erster Linie
begründet durch die Tatsache, der in den Statistiken bereits vorgezeichneten und
seit längerem bekannten demopgrahischen Entwicklung. Sie belegen, dass bis 2010
jeder dritte Bürger in der Bundesrepublik Deutschland bereits das 60ste
Lebensjahr erreicht oder sogar überschritten haben wird. "Wir werden alle immer
älter", so Türk, "aber unsere Gelenke werden es auch!" Diesen vor allem
zahlenmäßig hohen Anforderungen in bezug auf künstlichen Gelenkersatz können
daher auf lange Sicht gesehen nur Klinikeinrichtungen genügen, die gerade auf
diesem Gebiet spezialisiert sind, wie eben die endogap-Klinik. Für eine
Steigerung dieser Zuwachsraten sollen nicht nur Patienten aus der näheren
Region, aus Bayern und anderen deutschen Bundesländern sorgen, sondern in
vermehrtem Maße auch ein Klientel aus Europa, den arabichen Staaten oder
Südamerika, die zwar bisher in eher geringer Anzahl, aber dennoch unübersehbar,
ein gewisses internationales Flair in die Garmisch-Partenkirchner Klinik
mitbrachten. |