Mit mehr als 1500 Operationen im Jahr und mehr als 35 000 Operationen seit
fast vier Jahrzehnten gehört die endogap Klinik zu den Top Ten der
endoprothetischen Spezialkliniken- in Bayern ist sie sogar führend. Das
Team um Chefarzt Dr. Holm Schlemmer erreicht dadurch höchste Professionalität
sowohl im OP als auch bei der Nachsorge
Dr. Nina Schaenzler im Interview mit Chefarzt Dr. Holm Schlemmer und Oberarzt
Dr. Christian S. Fulghum
Herr Dr. Schlemmer, neueste Studien belegen: Patienten, die eine
Knie- oder Hüftprothese erhalten, werden immer jünger. Was sind die
Gründe? Dr. Schlemmer: Es liegen erfreulicherweise
Langzeitergebnisse vor sowie viele positive Erfahrungsberichte von
Betroffenen. Dadurch wissen Patienten und Ärzte heute, dass sich niemand mehr
mit einem erheblichen Verlust an Lebensqualität abfinden muss, wenn das
Beschwerdebild einen künstlichen Ersatz nahe legt. Hierzu haben zum einen die
Langlebigkeit der modernen Implantate sowie eine Verringerung der
Operationsrisiken durch gewebeschonende Techniken beigetragen. Auch konnten die
Operationszeiten erheblich verkürzt werden– von knapp unter zwei Stunden auf 30
bis 45 Minuten. Zum anderen sind die Aufenthalte im Krankenhaus und im
Rehabilitationszentrum kürzer und der Betroffene ist schneller wieder körperlich
belastbar. All dies sind wichtige Errungenschaften und weisen den operativen
Gelenkersatz als optimale Lösung für jüngere und ältere Betroffene aus, die
endlich wieder ein beschwerdefreies Leben führen wollen. Lässt die
Funktionsfähigkeit des künstlichen Hüft- oder Kniegelenks dann nach 15 oder 20
Jahren nach, muss oft nur der besonders strapazierte Anteil, z. B. der
Gleitpartner, ausgetauscht werden. Dies bedeutet, die früher oft gefürchtete
Frage — Ist eine zweite, große gelenkersetzende Operation überhaupt möglich und
sinnvoll? — stellt sich so heute oft gar nicht mehr.
Stichwort »körperliche Belastbarkeit«. Ist sportliche Aktivität
mit einem Hüft- oder Kniegelenkersatz erlaubt? Dr. Fulghum:
Ja, sicher. Die Aussicht, bald wieder so mobil wie früher zu sein, ist ein
weiterer wichtiger, wenn nicht sogar der entscheidende Aspekt, weshalb sich
immer häufiger auch jüngere Patienten für eine Endoprothese entscheiden. Ihnen
geht es darum, wieder ohne Schmerzen und Bewegungsbeeinträchtigungen aktiv zu
sein — regelmäßiges Wandern, Golfen oder Radfahren mit inbegriffen.
|
 |
Sind alle Sportarten gleichermaßen empfehlenswert?
Dr. Fulghum: Schwimmen, Radfahren, Wandern, Ski-Langlauf ebenso wie
Golf, Ski alpin und — mit Einschränkung — auch Tennis sind aus ärztlicher Sicht
ohne weiteres nach Gelenkersatz möglich und empfehlenswert. Dagegen raten wir
von Kampfsportarten oder von Kontaktsportarten wie Fußball, Handball oder
Basketball ab. Wichtig ist auch, dass die Sportart schon vor dem Eingriff
beherrscht wurde. Deshalb pflege ich meinen Patienten zu sagen: »Sport ja, aber
mit Verstand!«.
Wie lange muss man nach der Operation pausieren? Dr.
Schlemmer: In der Regel ist eine vollständige Belastbarkeit etwa drei Monate
nach dem gelenkersetzenden Eingriff wieder möglich. Pausieren ist aber wohl
nicht ganz das richtige Wort, denn schon am ersten Tag nach der Operation
beginnt der Patient unter Anleitung eines Physiotherapeuten mit Bewegungsübungen
und erlernt das Laufen mit Gehhilfen, die er dann drei bis sechs Wochen lang
benötigt. Das sich anschließende Reha-Programm zielt ebenfalls darauf ab, die
Gehfähigkeit und den Muskelaufbau zu fördern. Hier gilt es, das richtige Maß zu
finden, d. h. Schritt für Schritt wieder die gewohnte Beweglichkeit und Kraft zu
erlangen und andererseits dem neuen Gelenk Gelegenheit zu geben, sich mit seiner
Umgebung fest zu verbinden.
Läuft die Nachsorge bei allen Patienten gleich ab? Dr.
Schlemmer: Was das Ziel, nämlich die vollständige Wiederherstellung der
schmerzfreien Beweglichkeit betrifft,ja. Jedoch erhält in der endogap Klinik
jeder Patient eine auf seine individuelle Bedürfnisse abgestimmteBehandlung-egal
welchen Versicherungsstatus er hat. Deshalb werden während des Klinikaufenthalts
alle Weichen für eine optimale Nachsorge gestellt. Unser Ziel ist nicht nur die
gelungene Implantation eines Hüft- oder Kniegelenks. Das ist selbstverständlich.
Entscheidend ist, dass sich der Patient bei uns in den allerbesten Händen fühlt
— nur dann kann er nach der Operation mithelfen, im wahrsten Sinn des
Wortes so schnell wie möglich wieder auf die Beine zu kommen.
Die endogap Klinik hält ausführliches Informationsmaterial
bereit, unter anderem das Magazin „endolife“ und
einen Informationsfilm auf DVD. nteressierte können sich wenden
an: ndogap Klinik für Gelenkersatz im Klinikum
Garmisch-Partenkirchen, Auenstraße 6, 82467
Garmisch-Partenkirchen Tel. 0 88 21-77-12 45, Fax 0 88 21-77-12
97 E-mail |